Ein Garten für alle Sinne

Der kreativ ausgestaltete Erlebnisgarten ist ein wichtiger Teil unseres Gesamtkonzepts. Neben der Umfeldverbesserung der Werkstatt an der Lise-Meitner-Straße in Langenfeld ergibt sich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein erheblicher therapeutischer Nutzen. Dieser liegt in der Möglichkeit, unter Anleitung neue Lernerfahrungen zu machen, die Sinneswahrnehmung zu intensivieren sowie mehr Eigenaktivität, Zufriedenheit und Selbstvertrauen zu entwickeln.

Dazu wurde die Freifläche hinter dem Werkstattgebäude in Eigenleistung gestaltet. Der zentrale Hauptweg mit einer Weltkugel am Ende zeigt die Richtung der Rehabilitation. Ein Springbrunnen mit Wasserfall und Bachlauf durchzieht den Erlebnisgarten diagonal. Ein Erdtelefon "zum Nulltarif", einen Summstein mit zwei Öffnungen, Pfeifen- oder Klangwippe mit 6 Tönen und eine Pirouette laden zum Ausprobieren ein.

Sinn-volle Erfahrungen und natürliche Entspannung

Entlang einer Naturstein-Trockenmauer mit drei eingelassenen Bänken wachsen Kräuter, die gerochen, betrachtet, in den Fingern zerrieben und geschmeckt werden können. Besonders Menschen mit schwersten Behinderungen können hier auf sinnliche Weise ihre Wahrnehmungsfähigkeit verbessern. Sie werden vorsichtig über ihre bisherigen Grenzen hinaus geführt und haben danach weniger Angst vor dem Neuen und Unbekannten. Die Elemente des Erlebnisgartens wie Summstein, Pfeifenwippe, Drehkreisel, Erdtelefon oder Kräutergarten trainieren Gleichgewichtssinn, Hörsinn, Geschmackssinn, Tastsinn und Geruchssinn. Wichtig ist dabei, dass die Reize bewusst einzeln wahrgenommen und verarbeitet werden.

Mit dem Unternehmen gewachsen

Der Garten wurde 1999 angelegt. Im Jahr 2000 kam eine "Schule des Gehens" hinzu, mittlerweile ergänzt durch ein Lithophon und eine Rieseltafel. So wie sich die Natur immer weiter entwickelt und verändert, wird auch der "Erlebnisgarten" nie fertig. Er soll mitwachsen und ein lebendiger Bestandteil des Arbeitens und Lebens sein.

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Aktualisiert am 16.05.2012